Deutsch English
WM 1978 - 3:2-Triumph in Cordoba

20 Jahre mussten vergehen, ehe Österreich wieder in den Kreis der Weltelite aufgenommen wurde.

WM 1978 - 3:2-Triumph in Cordoba - 20 Jahre mussten vergehen, ehe Österreich wieder in den Kreis der Weltelite aufgenommen wurde.

1978 war Österreich nach zwanzig Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. In Österreich wurde nach dem Sieg in der Qualifikations-Gruppe eine wahre Euphorie ausgelöst.

Der spätere Teamchef Herbert Prohaska schoss Österreich mit dem "Spitz von Izmir" zur vierten WM-Teilnahme. In der Vorrunde traf Österreich auf die Teams aus Spanien, Schweden und Brasilien.

Von dieser Begeisterung im eigenen Land beflügelt, steigerten sich Krankl & Co. in Argentinien zu sensationellen Leistungen. Im ersten Spiel gegen Spanien brachte der junge Walter Schachner die Österreicher in Führung - Hans Krankl sorgte schließlich für den 2:1-Endstand. Auch gegen Schweden durfte über einen Sieg gejubelt werden (1:0). Nur gegen Brasilien gelang kein Tor.

Doch die 0:1-Niederlage war bedeutungslos - der Aufstieg stand bereits vor dem Spiel fest. Österreich sicherte sich aufgrund der Tordifferenz sogar den Gruppensieg.

In der Zwischenrunde traf Österreich im ersten Spiel auf die von Ernst Happel betreuten Holländer. Bei Österreich baute sich die Siegeszuversicht durch den Ausfall dreier Holländer weiter auf, selbstbewusst ging man in das Spiel - und stürmte in ein Debakel. Das Team von Helmut Senekowitsch unterlag mit 1:5 - Holland konterte die Österreicher eiskalt aus.

Im zweiten Spiel der Zwischenrunde hielt sich Österreich wacker - doch durch Pech (und das Schienbein von Abwehrspieler Heini Strasser) verlor Österreich gegen Italien mit 0:1.

Schließlich der 21. Juni 1978 - das Spiel gegen Deutschland. Für Österreich geht es eigentlich um nichts mehr - für den Gegner um alles. Bei einem Sieg winkte das Finale, bei einem Remis immerhin noch das Spiel um Platz drei.

Das Spiel läuft wie gewohnt: Österreich spielt gut, die Deutschen schießen das erste Tor (Rummenige). Nach der Pause gelingt der Ausgleich: Vogts fälscht eine Krieger-Flanke ins eigene Tor ab.

Schließlich der Auftritt von Hans Krankl: Zunächst sorgt Krankl in der 66. Minute für die 2:1. Doch zwei Minuten später gleicht Hölzenbein aus.

Dann der krönende Abschluss: in der 88. Minute versetzt Krankl seinen Bewacher Rüßmann, geht am Libero der Deutschen vorbei und lässt Maier im Tor der Deutschen keine Chance.

Erstmals nach 47 Jahren konnte das ÖFB-Team den Nachbarn besiegen.


Social BookmarksShare on FacebookShare on TwitterShare on MySpaceGoogle BookmarkYahoo BookmarkDiggShare on Linkedin


trenner Zurück

Druckansicht