Admiras Serie reißt in Graz, Rapid scheitert am Titelverteidiger
Nach Vorjahresfinalist Austria Lustenau steht auch Titelverteidiger SV Ried im Viertelfinale des ÖFB-Samsung-Cups.
Die Innviertler warfen am Nationalfeiertag im Achtelfinale den SK Rapid Wien aus dem Bewerb, setzten sich nach Verlängerung mit 2:1 durch und feierten den ersten Sieg in Hütteldorf überhaupt.
Den Grün-Weißen misslang damit auch die Revanche für das Cup-Aus im Halbfinale des Vorjahrs, als ebenfalls gegen die Oberösterreicher Endstation war. Rapid machte gegen Ried und vor 6.500 Fans dort weiter, wo man beim 1:1 im Derby aufgehört hatte, spielte und kombinierte drauf los.
Aber es waren die Rieder, die mit 1:0 in Führung gingen. Pichler fälschte einen Schuss des Ex-Rapidlers Hinum unhalbtbar für Goalie Payer ab. Nur fünf Minuten später konnten die Hausherren mit einem Traumtor ausgleichen.
Burgstaller spielte einen Hofmann-Eckball auf für Drazan, der per Volley ins Kreuzeck traf. Nach dem Seitenwechsel war die Luft zunächst etwas raus, aber in der letzten Viertelstunde bekam die Partie frischen Schwung.
Katzer rettete in der 76. Minute auf der Linie und im Liegen bei einem Schuss von Hinum für den bereits geschlagenen Payer. Auf der anderen Seite konnte sich Ried-Goalie Gebauer bei einem Burgstaller-Schuss auszeichnen.
Hofmann und Nacho hatten in der Schlussphase Chancen auf den Sieg, vergaben diese aber. In der Verlängerung waren Höhepunkte Mangelware: Burgstaller lief in der 96. Minute alleine auf Gebauer zu, legte sich den Ball aber zu weit vor.
Ab der 100. Minute war Rapid nur noch zu Zehnt, da Drazan nach einem Foulspiel Gelb-Rot sah. In der 114. Minute netzte Hadzic mit einem herrlichen Weitschuss zur Entscheidung. Zwei Minuten später sah auch Schimpelsberger Gelb-Rot, neun Rapidlern gelang der Ausgleich in den letzten Minuten nicht mehr.
Mit den Hütteldorfern erwischte es bereits den fünften Bundesligisten im laufenden Bewerb, wenig später war auch die Admira draußen. Die Bundesliga-Sensation verlor bei Sturm Graz mit 1:3.
Und das, obwohl Toth die Niederösterreicher in der 16. Minute, und zwei Minuten nach einem Stangenschuss von Sulimani, mit einem sehenswerten Freistoß aus 18 Metern ins Kreuzeck in Führung brachte.
Aber nur zwei Minuten später hieß es 1:1: Bodul war nach einem Bukva-Eckball per Kopf zur Stelle. 18 Minuten später hatte Bodul seinen zweiten großen Auftritt an diesem Cup-Abend, als er einen Freistoß aus gut 25 Metern ins rechte Eck setzte.
Zur Pause blieb Sturm-Goalie Cavlina in der Kabine, an seiner Stelle feierte Alexander, der Sohn von Walter Schachner, sein Pflichtspieldebüt für die Grazer. In der Schlussphase bekam der Youngster einiges zu tun, aber er konnte sich gegen Toth und Zeman schadlos halten.
In der Nachspielzeit besorgte dann der eingewechselte Hölzl im Konter alles klar. Für die Südstädter war es die erste Niederlage seit dem 0:2 in der ersten Runde der tipp3-Bundesliga am 16. Juli gegen Rapid.
Im Viertelfinale steht auch Red Bull Salzburg, das gegen den LASK nach 0:1-Rückstand noch einen 2:1-Sieg feierte. Vor 3.300 Zuschauern gingen die Gäste aus Linz, die vor der Pause das klar bessere Team waren, in der 51. Minute durch einen Abstauber von Freudenthaler in Führung.
Eine Viertelstunde später sah LASK-Spieler Varga wegen einer Tätlichkeit rein Rot. In Überzahl drehten die „Bullen“ die Partie dann noch um. Schiemer netzte in der 72. Minute nach Zarate-Corner per Kopf.
Sieben Minuten später bereitete Zarate die Entscheidung durch Maierhofer mustergültig vor. Das Viertelfinale – Spieltermin ist 11. und 12. April 2012 – wird am 6. November in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“ ausgelost.

Auslosung der 2. Runde / Samsung-Cup
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