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Start der ÖFB Frauen Bundesliga

Am Wochenende stand 1. Runde am Programm

Start der ÖFB Frauen Bundesliga - Am Wochenende stand 1. Runde am Programm


Am vergangenen Wochenende ist die ÖFB Frauen Bundesliga in die Saison 2017/18 gestartet. Einmal mehr heißt der große Meisterschaftsfavorit SKN St Pölten. Nach dem dritten Meistertitel en suite haben die Niederösterreicherinnen ihren Kader erneut mit Nationalspielerinnen aus dem In- und Ausland verstärkt. Die Favoritenrolle liegt daher nicht nur im Auftaktspiel gegen Aufsteiger FFC Vorderland bei den "Wölfinnen". Das Rennen um die Plätze hinter den Favoritinnen ist offen, Champions-League-Teilnehmer SK Sturm Graz und FK-Austria-Wien-Kooperationspartner USC Landhaus melden Ansprüche an. SV mantlik kainz Neulengbach steigt erst in der kommenden Woche in die Meisterschaft ein, Union Kleinmünchen erst im September.

 

Champions-League-Teilnehmer Sturm zum Auftakt in Altenmarkt gefordert

Der SK Sturm Graz machte am letzten Spieltag der Vorsaison den sensationellen "Schlussspurt" perfekt und löste aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber SV mantlik kainz Neulengbach neuerlich das Ticket für die UEFA Women's Champions League. Bevor die Steierinnen nächste Woche auf Zypern um den Einzug in die Runde der letzten 32 Teams der Königsklasse kämpfen, ist die Mannschaft von Neo-Coach Christian Lang zum Liga-Auftakt beim SKV Altenmarkt gefordert. "Wir wollen dominant auftreten, haben viele gute, junge Spielerinnen", so der Nachfolger von Markus Hiden. Mit Ausnahme von Neuzugang Besijana Pireci (Neulengbach), die am Ende der Vorsaison einen Kreuzbandriss erlitt, sind alle Spielerinnen an Board. Der SKV Altenmarkt hat zwar einige Transfers getätigt, ist aber am Samstag vor eigenem Publikum nur Außenseiter. "Wir haben uns in der Breite verstärkt. Jeder Punkt gegen Sturm wäre ein Erfolg", so Trainer Kurt Hoffer, der mit seiner Mannschaft einen gesicherten Mittelfeldplatz anstrebt.

 

USC Landhaus empfängt in der 1. Runde LUV Graz

Im zweiten Samstagsspiel kommt es zum Duell zweier Frauenfußball-Traditionsteams. Der Kooperationsverein von FK Austria Wien, USC Landhaus, empfängt LUV Graz – und die Favoritenrolle ist klar verteilt. Denn die Wienerinnen sind nach dem SKN St. Pölten wohl der Gewinner der Transferperiode. Unter anderem schnüren die Ex-Nationalspielerinnen Romina Bell (FC Neunkirch/SUI) und Jennifer Pöltl (SKN St. Pölten) fortan die Schuhe für den USC. Mit Vanessa Kuttner und Melanie Brunnthaler stießen zwei SKN-Talente zur Truppe von Trainer Andreas Radakovits. "Wir wollen ins Cup-Finale und dem SKN in der Meisterschaft alles abverlangen", setzt der Coach hohe Ziele. "Ja, es sind gewagte Ziele, aber wir waren im Frühjahr die zweitbeste Mannschaft und streben nun Höheres an." Auch bei Gegner LUV Graz steht Trainer Thomas Rupp nun ein breiterer, qualitativ besserer Kader zur Verfügung. Allerdings ist Rückkehrerin Jasmin Pistotnik (FC Südburgenland) noch verletzt. "Landhaus gehört zu den besseren Mannschaften, aber wir fahren nach Wien, um etwas mitzunehmen", so Rupp, dessen Team die Außenseiter-Rolle gerne annimmt und für die kommende Saison "Platz vier bis sieben" anstrebt.

 

Double-Sieger als „Willkommensgeschenk“ für Aufsteiger FFC Vorderland

Mit dem FFC Vorderland steht nach langer Zeit erstmals wieder ein Klub aus Vorarlberg in der ÖFB Frauen Bundesliga. Das Team aus Röthis setzte sich in der Relegation gegen ASK Erlaa durch und bekommt es am Sonntag zum Auftakt mit Meister und Cup-Sieger SKN St. Pölten zu tun. Zwar hätte es für die Bundesliga-Premiere durchaus auch ein leichteres Los sein dürfen, allerdings sind die Gegner um den Klassenerhalt – das dürfte das Hauptziel der Vorarlbergerinnen sein – ohnehin andere. Für den SKN St. Pölten ist die Zielsetzung für die neue Saison ebenso klar. Die Niederösterreicherinnen verstärkten sich u.a. mit den Nationalspielerinnen Laura Wienroither, Stefanie Enzinger, Sandrine Sobotka, Jennifer Klein, Bernadett Zagor (Ungarn) und Vanessza Nagy (Ungarn). Der Anspruch auf das Double und der Einzug ins Achtelfinale der UEFA Women's Champions League, der den "Wölfinnen" bislang stets verwehrt blieb, ist damit neuerlich angemeldet. Trotz der großen Ziele gilt die volle Konzentration der ersten Hürde und die heißt FFC Vorderland. "Wir kennen den Gegner kaum, haben zwei Spiele auf Video gesichtet – eine gefährliche Kontermannschaft", erläutert Liese Brancao, die sportliche Leiterin des SKN. Die Auswärtsfahrt nach Vorarlberg treten die Favoritinnen u.a. ohne Mateja Zver, Claudia Wasser, Evelyn Kurz und Sandra Mayrhofer an.

 

Standortbestimmung für FC Bergheim und FC Südburgenland

Wie im Vorjahr empfängt der FC Bergheim zum Auftakt der ÖFB Frauen Bundesliga den FC Südburgenland. In ihrer zweiten Saison im Oberhaus haben sich die Salzburgerinnen zum Ziel gesetzt, das Ergebnis aus der Vorsaison (7. Platz, 17 Punkte) zu toppen. "Im ÖFB Ladies Cup (2:1 n.V. gegen Wacker Innsbruck) haben wir noch nicht unsere beste Leistung gebracht, aber wir haben viele junge, talentierte Spielerinnen", ist Trainer Sepp Bauer zuversichtlich. Eine Prognose für die Auftaktbegegnung mit FC Südburgenland wagt der Coach nicht: "Im ersten Spiel kann alles passieren. Es ist eine Standortbestimmung für beide Teams." Sein Gegenüber Michael Erhart widerspricht vor seinem ersten Bundesliga-Spiel an der Seitenlinie nicht, hofft aber im Hinblick auf das große Saisonziel "Klassenerhalt" auf einen Traumstart mit drei Punkten. Vor allem auf dem neuen ungarischen Duo Zoe Magyarics/Tamara Molnar ruhen die Hoffnungen der Burgenländerinnen, die im Vorjahr mit lediglich zwei Saisonsiegen nur knapp dem Abstieg entrinnen konnten.

 

ÖFB Frauen Bundesliga, 1. Runde

Samstag, 19. August

14:00 Uhr SKV Altenmarkt : SK Sturm Graz

15:00 Uhr USC Landhaus : LUV Graz

 

Sonntag, 20. August

11:00 Uhr FFC Vorderland : SKN St. Pölten

13:00 Uhr FC Bergheim : FC Südburgenland

 

Donnerstag, 26. Oktober

14:00 Uhr Union Kleinmünchen : SV mantlik kainz Neulengbach


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