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Cup 2011/2012
Cup im neuen Glanz

Der ÖFB-Cup ist einer der traditionsreichsten Pokalbewerbe im Weltfußball.

Cup im neuen Glanz - Der ÖFB-Cup ist einer der traditionsreichsten Pokalbewerbe im Weltfußball.

Zum 90. Geburtstag präsentiert er sich im völlig neuen Gewand – Stiegl-Cup reloaded sozusagen oder Der Cup der guten Hoffnung!

Zahlreiche Fußballfeste sind im Rückspiegel der langen und traditionsreichen Geschichte des ÖFB-Cup zu betrachten. Bereits anno 1919, um genau zu sein am 6. Juli dieses Jahres, stand das erste Finale auf dem Programm und holte sich der SK Rapid Wien – auch Dank zweier Tore des damaligen Superstars Pepi Uridil – den ersten Titel. Dreizehn weitere sollten für die Grün-Weißen folgen, seit 1995 heißt es aber für den 32fachen Meister im Cup „bitte warten“.

Dieser Bewerb ist eindeutig die Domäne des Stadtrivalen FK Austria Wien. Nicht weniger als 27 Mal konnten die Fans der Veilchen bereits über einen Pokalsieg jubeln, zuletzt holten die Austrianer den Cup gar zum vierten Mal in Folge nach Favoriten – ein einmaliger Rekord! Rassige Pokalfights, gerade in den ersten Runden der stets reizvolle Kampf „David gegen Goliath“ oder „Klein gegen Groß“ und die Chance sich mit „nur“ sechs Siegen für einen europäischen Bewerb zu qualifizieren, seit heuer sogar verbunden mit dem um eine Runde späteren Einstieg in die Qualifikation zur neuen UEFA Europa-League! Da ist eigentlich genug Pfeffer drinnen und mangelt es nicht an Attraktivität! Trotzdem führte der Cup in den letzten Jahrzehnten oft fast ein Schattendasein.

Damit soll und wird es zukünftig aber endgültig vorbei sein! Denn ab sofort präsentiert sich der ÖFB Stiegl-Cup in einem völlig neuen Gewand! "Wir haben den Cup entstaubt und wollen dem Bewerb mit einem neuen, attraktiveren Erscheinungsbild einen Impuls geben. Dadurch soll er jenen Stellenwert bekommen, den er in vielen anderen Ländern wie Deutschland oder England hat", gibt ÖFB-Präsident Leo Windtner die neue Richtung vor!

TORE FÜR EUROPA  Seit 2008, dem Jahr der Heim-Europameisterschaft, arbeitet der ÖFB mit internen und externen Experten im Rahmen einer Zukunftswerkstatt an zahlreichen Modernisierungen und Neuerungen. Nach dem ursprünglichen Fahrplan sollten die Ergebnisse im kommenden Jahr präsentiert und umgesetzt werden, in manchen Bereichen und gerade beim Thema ÖFB-Cup sind die Arbeitsgruppen aber schneller gewesen als erwartet! ÖFB Generaldirektor Alfred Ludwig hat mit einer „Task Force Cup“, in der mit unter anderem Franz Hansbauer (Ried), Markus Kraetschmer (Austria),  Werner Kuhn (Rapid), Karl-Heinz Luther (Bundesliga) und Günther Smolej (Smolej & Friends), anerkannte Experten ihre jahrelange Erfahrung in den Bereichen Sport, Bewerbe, Vereine, Marketing und Vermarktung einbrachten, hochinteressante Neuerungen erarbeitet und zu einem Großteil wurden diese auch bereits umgesetzt!

Besonders einprägsam sicherlich der neue Slogan:  „Tore für Europa“ ist das Motto des neuen Cups Programm und über den sein Schöpfer, Günther Smolej meint: Kurze Slogans kommunizieren am schnellsten und besten - Denken sie an Yes, we can, Vorsprung durch Technik, Just do it, Heute für Morgen, Karriere mit Pfiff, Weltmarken zu Bestpreisen oder Ich liebe dich... Viele erfolgreiche Slogans sind aus drei Worten ´gezimmert´. Wir haben auf die ´3-Wort-Strategie´ gesetzt und Begriffe wie ´Tore´ und ´Europa´ miteinander in Verbindung gebracht. Tore erzeugen Emotionen. Sie sind der Start zum Ziel. Wer pro Spiel die meisten Tore schießt qualifiziert sich für die EUROPA LEAGUE. Deshalb heißt der Slogan für den ÖFB-Cup kurz und bündig:

Tore für Europa.“
Ohne dieses neue Motto zu kennen, haben es bereits die Trainer der Bundesligisten erkannt. Keine Rede war mehr von Schonung der „Einsergarnitur“ in der ersten Runde des ÖFB-Cups wie es oft in der Vergangenheit der Fall war – im Gegenteil, der Cup wird wieder ernst genommen, allen wurde bewusst, dass es keine bessere Gelegenheit gibt um ins internationale Geschäft zu kommen, hat man doch mit sechs Siegen im Pokal im nächstjährigen Europacup eine bessere Ausgangsposition als der Vizemeister der Liga!

 

DAS NEUE LOGO  Hohe Ansprüche setzte man sich auch in Bezug auf das neue Logo und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Das neue Logo  soll jene Emotionen vermitteln, die der Cupsieger beim ´Stemmen´ des Pokals nach dem Sieg in sich trägt. Die Silhouette des siegreichen Spielers soll die Freude der gesamten Mannschaft, des Vereins, seiner Sponsoren und der Fans zum Ausdruck bringen. Dies ist der maskuline Teil des Logos. Da wir mit dem Cup-Bewerb verstärkt Frauen ansprechen und den Anteil von Familien auf den Fußballplätzen forcieren möchten, haben wir die männliche Komponente des siegreichen Spielers in eine weibliche Form integriert. Sozusagen als femininen Rahmen. Rundung, Kreis oder Kugel werden als Symbol für Weiblichkeit gewertet. Sonne, Mond, Erde oder die schwangere Frau sind nur einige Beispiele dafür. Das Ganze ist dreidimensional und in den Farben Österreichs gehalten“, erklärt Werbeprofi Smolej.

 

DER NEUE CUP-CLUB  Nicht nur Logo, Slogan und Pokal (Details zu Letzterem siehe Seite 8) erstrahlen in neuem Glanz. Mit der Gründung des „ÖFB Cup-Club“, dem jeweils die 64 qualifizierten Klubs angehören und der diese – über das Ausscheiden hinaus – bis zum Finale an den traditionsreichen Bewerb binden soll, gibt es eine weitere interessante Neuerung. „Vereine, die vielleicht nach der ersten oder zweiten Runde ausscheiden, sagen: ´So, das war’s – wir sind weg´, soll es zukünftig nicht mehr geben“, gibt Präsident Leo Windtner ein Ziel vor, dass durch die Gründung des neuen Cup-Clubs, der ein symbolisches Zeichen zum offenen Dialog mit den am Cup teilnehmenden Vereinen und der Bundesliga darstellen soll, angestrebt wird. Für jeden Verein gibt es ein „Member-Paket“ mit Urkunde, Poster, Spielankündigungen, Cup-Schals, Menues, Audiospots und einiges mehr.

„LEBENDE BEWEGUNG“ Für ÖFB Generaldirektor Alfred Ludwig soll der neue Cup-Club eine lebende Bewegung werden: Wir stehen mit der Umsetzung zwar erst am Beginn, sind jedoch dabei, individuelle Maßnahmen und innovative Lösungen für den „Cup-Club“ und deren Mitglieder zu entwickeln. Wir möchten die Breite mit der Spitze zu einem Dialog zusammen bringen und den gegenseitigen Austausch fördern. So genannte „David’s“ sollen von den „Goliath’s“ profitieren und umgekehrt. Wir sind dabei den Cup zu modernisieren, ihn jünger, frischer und emotionaler zu transportieren. Wir werden ihn deutlicher als bisher als Marke positionieren um Partnern, Sponsoren, Medien und den Fans einen noch attraktiveren Bewerb bieten zu können. Wir werden dabei auch auf die Familien eingehen, damit wir einen noch höheren Anteil von weiblichen Fußballfans auf die Plätze bzw. in die Stadien bringen. Es liegt ein gutes Stück Arbeit vor uns. Gemeinsam mit den Vereinen der Bundesliga und unseren Partnern möchten wir die Vision ´Cup NEU´ in die Wirklichkeit umsetzen“, stellte Alfred Ludwig bei der Präsentation in Wien klar.

 

JEDER EINZELNE ALS TEIL DES GANZEN Auffallend beim neuen Gesamtauftritt ist wohl der einprägsame jubelnde Spieler mit dem Pokal in seinen Händen, der auf allen Werbemitteln zu sehen ist. Gestaltet aus fast 2.700 verschiedenfarbigen Rasterpunkten ist das Design nicht durch Zufall, sondern mit einem wohldurchdachten Hintergrund entwickelt worden. Werbeprofi Günter Smolej dazu: Fußball lebt auch von seiner Vielfalt an Strukturen, Stärken und Meinungen der Vereine, Spieler, Funktionäre, Verbände, Sponsoren, Fans oder Medien. Die Grafik des siegreichen Spielers wurde in Rasterpunkte unterschiedlicher Größen und Farben aufgelöst. Jeder Rasterpunkt, jede Größe, jede Farbe steht symbolisch für jede einzelne Person die beim ÖFB-Cup, in welcher Form auch immer, mitwirkt. Diese Unterschiedlichkeit ist es, die den Bewerb so reizvoll und facettenreich macht. Die Farbe Gelb steht für die aufgehende Sonne, Cyan für Frische und Grün für Wachstum. Rot ist die Farbe für Kraft, Stärke und Kompetenz.“

 


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