Deutsch English
Gratzei, Gspurning oder Macho?

Franz Wohlfahrt hat drei Einser-Goalies und die Qual der Wahl

Gratzei, Gspurning oder Macho? - Franz Wohlfahrt hat drei Einser-Goalies und die Qual der Wahl

Tormann-Trainer Franz Wohlfahrt hat die Qual der Wahl. Vor dem EM-Quali-Auftakt gegen Kasachstan am 7. September in Salzburg stehen dem Ex-Internationalen drei Einser-Goalies zur Verfügung.

 

Das macht es einerseits leicht, weil auf hohem Niveau gearbeitet werden kann, andererseits muss Wohlfahrt gemeinsam mit Teamchef Didi Constantini irgendwann im ÖFB-Camp in Flachau eine Entscheidung treffen.

 

Nämlich wer gegen die Kasachen zwischen den Pfosten steht. Am Dienstag wollte sich Wohlfahrt nicht auf einen aus dem Trio Christian Gratzei, Jürgen Macho und Michael Gspurning festlegen.

 

„Alle drei sind gesund und in einer ausgezeichneten Form. Das wird die Entscheidung nicht leicht machen.“ Für den 46-Jährigen gibt es keine Nummer zwei und drei.

 

„Wir haben drei Einser-Goalies, aber es kann nur einer spielen. Wir sind aber in der glücklichen Lage, dass jeder dem Nationalteam helfen kann.“ Der Torhüter, auf den die Entscheidung fällt, kann sich aber berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz in der EM-Qualifikation machen.

 

Das bestätigt auch Franz Wohlfahrt: „Wenn derjenige, der gegen Kasachstan spielt, auch beim Verein seine Leistung bringt, kann man davon ausgehen, dass er auch gegen Aserbaidschan im Tor stehen wird.“

 

Nachsatz: „Das ist aber keine Entscheidung für immer!“ Aus eigener Erfahrung weiß Wohlfahrt, dass diese Situation mit drei gleich starken Torhütern keine einfach ist. „Ich war früher selbst gerne die Nummer eins, aber jetzt bin ich in einer anderen Position. Und ich habe nicht nur an Gewicht zugenommen, sondern vielleicht auch an Hirn.“

 

Mit Köpfchen ist auch Jürgen Macho seine Zukunft im Sommer angegangen. Statt Angebote aus der deutschen Bundesliga anzunehmen, wo er nur die Nummer zwei gewesen wäre, hat er sich für einen Wechsel nach Griechenland entschieden. Auch und vor allem wegen der EM-Qualifikation.

 

„Das hat bei meinem Wechsel zu Panionios schon mitgespielt, denn als Nummer zwei wäre es schwierig gewesen, beim Nationalteam dabei zu sein.“ Christian Gratzei hat sich mit starken Paraden und tollen Reflexen im PUMA-Länderspiel gegen die Schweiz für weitere Einsätze empfohlen.

 

Der Schlussmann von Sturm Graz strich am Mittwoch noch einmal seine Stärken hervor. „Für mich spricht mein unbändiger Wille, aber den werden die anderen auch für sich in Anspruch nehmen.“ Untereinander gibt es keine Problem, wie auch Michael Gspurning bestätigt.

 

„Wir verstehen uns sehr gut, auch wenn es einen Konkurrenzkampf gibt. Aber egal, wer spielt, die anderen werden zu 100 Prozent hinter ihm stehen.“ Am Donnerstag könnte die zukünftige „Nummer eins eins“ zum Ersten Mal im Einsatz sein, wenn im Geheim-Test gegen den FC Schladming der Ernstfall geprobt wird.


Social BookmarksShare on FacebookShare on TwitterShare on MySpaceGoogle BookmarkYahoo BookmarkDiggShare on Linkedin


trenner Zurück

Druckansicht