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Integration und Inklusion

Integration von Menschen jeder Ethnie, Religion und Herkunft steht in einem besonderen Fokus

Integration und Inklusion - Integration von Menschen jeder Ethnie, Religion und Herkunft steht in einem besonderen Fokus

 

Integration von allen Menschen in Österreich steht beim ÖFB in einem besonderen Fokus. Es ist die Pflicht, Verantwortung wahrzunehmen und eine aktive Rolle in der Integration und Inklusion in Österreich einzunehmen.

 

Gerade die Veränderungen der Gesellschaft in Österreich haben dazu geführt, das sich der ÖFB mit dem Thema Integration und Inklusion im österreichischen Fußball auseinandersetzen will. Dies betrifft alle Themen, die Menschen in jeglicher Form diskriminieren oder es ihnen unmöglich macht, an der Gesellschaft und am Fußballsport teilzunehmen. Jedoch ist Integration ein langfristiger Prozess, dessen Ziel es ist, alle Menschen, die dauerhaft in Österreich leben, in den Fußballsport miteinzubeziehen.

 

Vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch für von der Gesellschaft ausgegrenzte Personengruppen, sollen Möglichkeiten geschaffen werden, am Fußball teilzuhaben. Im nächsten Schritt soll ein Beitrag zur Gesellschaft geleistet werden, um die Inklusion aller Menschen zu gewährleisten. Hier unterscheidet sich die Integration von der Inklusion. Während die Integration von einer großen, homogenen Gruppe ausgeht, in die eine kleinere, heterogene Gruppe integriert wird, so gilt bei Inklusion die Annahme, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die allen Menschen ein friedliches und gemeinsames Zusammenleben gewährleisten.

 

Auch die Spieler des Nationalteams haben in der Vergangenheitregelmäßig und wiederholt unter Beweis gestellt, dass sie in der Öffentlichkeit bzw. im Rahmen von Länderspielen für Themen wie Integration, Anti-Rassismus, Anti-Diskriminierung, Inklusion, etc. gerne und aus Überzeugung auftreten. Nahezu bei jedem Länderspiel findet ein derartiger Themenschwerpunkt statt. Das Nationalteam verfügt über einen Hebel, der es dem organisierten Fußball erlaubt, Themen selbst bzw. mit Unterstützung der Medien zu transportieren, um auf allfällige Missstände der Gesellschaft zielgerichtet hinweisen zu können.

 

Das soziale Fußballprojekt KICK MIT

 

Regelmäßiger Sport kann Kindern und Jugendlichen mit den unterschiedlichsten sozialen Herausforderungen helfen, Probleme zu überwinden, sich Ziele zu setzen und Perspektiven für das eigene Leben zu entwickeln.

Mit der Leitidee „Starke Mädchen braucht das Land“ werden vorrangig Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund Chancen eröffnet, über den Ballsport positive Erlebnisse zu erfahren und so ein dauerhaftes Interesse für Sport und Bewegung zu entwickeln. In Wien und Salzburg werden 200 Kinder zwischen 8 und 13 Jahren über einen polysportiven Ansatz an die Kernsportart Fußball herangeführt. Darüber hinaus werden junge ballsportbegeisterte Frauen ab 15 Jahren über niederschwellige und modulare Schritte angeleitet, selbst als Co-ÜbungsleiterInnen bzw. in weiterer Folge als Trainerinnen Verantwortung im sozialen Sport zu übernehmen. Gemeinsam mit der Laureus Sport for Good Foundation soll dadurch in den nächsten Jahren nicht nur möglichst vielen Kindern die Freude am Ballspiel vermittelt werden, sondern auch weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden.

 

Die teilnehmenden Mädchen erhalten durch den Teamsport Fußball positive Impulse, erwerben Selbstvertrauen und erleben sich in neuen Rollenbildern sowie als Teil eines Teams. KICK MIT bricht aus diesem Grund bewusst den von Männern dominierten Sektor Fußball auf und motiviert Mädchen, ihr Hobby auf öffentlichen Plätzen auszuüben. Insbesondere Mädchen aus unterschiedlichen Kulturkreisen werden behutsam an die Erfahrung herangeführt, dass Bewegung Spaß macht, das Selbstbewusstsein stärkt und das gute Gefühl gibt, dazuzugehören.

 

Pressemitteilung zum Projekt

 

Akzeptanz statt Ablehnung

Das Projekt führt junge Flüchlinge und Einheimische über offene Sportangebote zusammen und tritt über Schulen und Flüchtlingsunterkünfte an die Kids heran. Den Kindern und Jugendlichen wird außerdem der Zugang zu Sport- und Bildungsangeboten ermöglicht, wodurch ihr Zugehörigkeitsgefühl gestärkt wird.

 

Der sportliche Schwerpunkt liegt auf dem Fußball. Über den Sport fördert das Projekt Sozialkompetenzen wie Disziplin, Zielstrebigkeit, Selbstvertrauen und Selbständigkeit, verstärkt die gesellschaftliche Akzeptanz der geflüchteten Jugendlichen und ebnet ihnen den Weg zum Vereinssport.

 

Unterstützt wird das Projekt durch Sozialpädagogen und Dolmetschern. Derzeit bestehen bereits 2 Standorte in Wien (Wiener Sportklub und Kalksburg), wo mit Unterstützung des ÖFB regelmäßige Fußballtrainings und Spiele stattfinden. Des Weiteren gab es bereits einige Teilnahmen an Turnieren.

 

 


Gewinner Integrationspreis 2016

 

Der ÖFB ist sehr stolz, dass diese beiden Projekte mit dem Integrationspreis 2016 des Österreichischen Integrationsfonds ausgezeichnet wurden. Der Österreichische Integrationsfonds zeichnet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), dem Sportministerium und der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) nachhaltige und innovative Projekte im Bereich Sport aus, die die Integration von Migranten in die österreichische Gesellschaft fördern. Integrationsminister Sebastian Kurz und Sportminister Hans Peter Doskozil sind Schirmherren des Integrationspreises Sport.

 


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