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News _2010/2011
Wir haben eine Euphorie entfacht!

Lustenau-Trainer Edi Stöhr über Cup-Finale, Ried und Abschied

Wir haben eine Euphorie entfacht! - Lustenau-Trainer Edi Stöhr über Cup-Finale, Ried und Abschied

Austria Lustenau hat schon Geschichte geschrieben. Als erster Verein aus Vorarlberg hat es der Erstligist in ein Cup-Finale geschafft.

 

Also Premiere bei der 76. Auflage. Im Endspiel gegen die SV Ried – heute ab 16 Uhr im Wiener Ernst-Happel-Stadion – wollen die Grün-Weißen aus dem Ländle den ganz großen Coup schaffen und den ÖFB-Samsung-Cup gewinnen.

 

Wie das klappen kann, worauf es gegen die SV Ried ankommen wird und warum das Champions-League-Finale das perfekte Vorspiel war? Lustenau-Trainer Edi Stöhr verrät es im Interview.

Austria-Trainer Edi Stöhr im Gespräch mit oefb.at über…

…den Einzug der Lustenauer ins Cup-Finale:
„Wenn mir das vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir am 29. Mai im Ernst-Happel-Stadion um den Cup-Sieg spielen hätte ich dankend angenommen. Wobei ich es nicht ganz ausgeschlossen habe, denn der Cup ist ein relativ kurzer Weg, um in die Nähe eines Titelgewinns zu kommen – auch für einen Verein aus der Ersten Liga.“

…Final-Gegner SV Ried und dessen Stärken: „Ich erwarte mir eigentlich das, was die Rieder schon die ganze Saison über gezeigt haben. Das ist eine robuste Mannschaft, sehr stabil und kompakt. Ried kann Fußball spielen, kann kontern und verteidigen, da ist schon sehr viel Potenzial da.“

…sein Gegenüber Paul Gludovatz:
„Der Paul ist ein sehr erfahrener Mann, und er macht das auch geschickt mit der Favoritenrolle, die er nur zu gerne abgibt. Ich verstehe ihn da ja auch, aber man muss schon sagen, dass der Bundesligist in so einem Endspiel Favorit ist. Auch wenn es der Paul nicht gerne hört.“

…sein Erfolgsrezept gegen die Innviertler: „Ich kann nicht beeinflussen, wie die Rieder auftreten. Ich hoffe aber, dass ich den Auftritt meiner Spieler beeinflussen kann, dass wir wieder unseren Team-Spirit auf den Platz bringen. Dass wir Fußball spielen können, haben wir immer wieder bewiesen, zum Beispiel gegen die Wiener Austria. Hoffentlich haben wir noch einmal das bessere Ende für uns.“

…die Erwartungen für das Cup-Finale: „Ich rechne mit großer Rieder Gegenwehr, aber das macht ja den Fußball aus. Der eine hat das vor, der andere genau das Gegenteil. Dann entscheidet die Leidenschaft, der Wille, wie man sein Vorhaben durchbringen kann. Es wird noch einmal darauf ankommen, dass wir über unseren Schatten springen und bis an die Grenzen gehen.“

…das Champions-League-Finale als perfekte Vorbereitung: „Ein tolles Vorspiel für unser grandioses Cup-Finale. Meine Spieler haben auch geschaut und ich hoffe, dass sie einige Dinge für unser Match mitgenommen haben.“

…die Begeisterung im Ländle: „Es ist einfach großartig, was wir geschafft haben. Es gibt in Lustenau eine Euphorie. Egal ob man beim Bäcker oder beim Metzger ist, im Schwimmbad oder in einem Lokal. Überall wird man auf das Cup-Finale angesprochen. Deshalb bin ich auch überzeugt, dass uns zahlreiche Fans nach Wien begleiten werden.“

…seinen Abschied nach dem Cup-Finale: „Es freut mich, dass mein letztes Spiel noch ein Finale ist. Die Chance hat man nicht oft, dass man aufhören kann, wenn es am Schönsten ist. Ich habe die Austria neun Jahre und im Wettkampf rund 350 Mal betreut, natürlich ist da Wehmut dabei, keine Frage. Aber ich verspüre keine Sentimentalität oder Trauer, vielmehr freue ich mich auf das, was in Zukunft auf mich wartet.“


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