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UEFA Womens EURO 2017
"Den Aufwind nutzen!"

ÖFB-Frauenfußball auf Erfolgswelle

Den Aufwind nutzen! - ÖFB-Frauenfußball auf Erfolgswelle

 

Der Erfolgslauf des Frauen-Nationalteams und die damit verbundene erste Qualifikation für ein Großereignis soll im heimischen Frauenfußball noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, wenn es nach Teamchef Dominik Thalhammer und Sportdirektor Willi Ruttensteiner geht.

„Ich hoffe, dass wir diesen Rückenwind für den Frauenfußball in den nächsten Wochen und Monaten nützen können, um noch mehr herauszuholen“, hofft Dominik Thalhammer.

„Ich möchte Dominik Thalhammer, den Spielerinnen und dem Betreuerteam öffentlich zu dieser Leistung gratulieren. Es ist mindestens so eine Leistung, die Marcel Koller mit dem Nationalteam erbracht hat. Dominik Thalhammer hat im Endeffekt das gleiche gemacht und eine fantastische Qualifikation gespielt. Es wurde für den österreichischen Fußball Großartiges erreicht“, zog Ruttensteiner symbolisch den Hut vor der Leistung des Frauen-Nationalteams.

Wie sah nun die Entwicklung des Teams in den letzten 5 Jahre aus, die diese Erfolge ermöglichten? „Es war ein Prozess im Laufe der Jahre. Wir haben auf einem eher niedrigen Level begonnen. Der erste Schritt war, im Rahmen der ÖFB-Spielphilosophie, eine Spielidee für den Frauenfußball zu entwickeln. Das wichtigste war zu Beginn, defensiv gut zu stehen und in der Raumdeckung gut zu spielen - und dann ist es immer weitergegangen in Richtung Pressing und Mittelfeldpressing. Wir haben gegen Frankreich, die Nummer vier der Welt, auswärts Angriffspressing gespielt. Das Spiel haben wir zwar 3:1 verloren, die Franzosen waren aber sehr verwundert über unseren mutigen Spielstil. Dann haben wir unser Spiel im Ballbesitz verbessert. Wir versuchen jetzt, den nächsten Schritt zu gehen und noch mehr Ballbesitz zu haben und noch dominanter zu sein. Der wichtigste Punkt ist aber die Mentalitätsentwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Ich habe noch nie so eine Mannschaft erlebt, die so offen ist, Spielerinnen, die immer für Neues bereit sind und sich immer weiterentwickeln wollen und die nie stehenbleiben wollen“, gibt der Teamchef Einblick in die Arbeit. „Für uns ist das Erreichte aber noch nicht gut genug und ich glaube, dass wir im Frauenfußball in gewissen Bereichen Trendsetter sein können“, kündigt der 45-Jährige an.

Ein Indiz dafür, dass die Entwicklung des Frauen-Nationalteam auch international für Aufsehen sorgt, ist die Tatsache, dass für den fixierten Spieltermin gegen Deutschland auch eine Anfrage des Spitzenteams aus den USA vorlag. „Diese Teams suchen sich ganz genau aus, gegen wen sie spielen wollen“, so Thalhammer.


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