Kirche08 Am Ball - seit 2008 Jahren

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Kirche08 Am Ball - seit 2008 Jahren - EURO-News

Unter dem Motto "Kirche 08 - Am Ball seit 2008 Jahren" wird die Präsenz der Kirchen an der Euro 08 ökumenisch von den christlichen Kirchen Österreichs und der Schweiz getragen. An allen acht Austragungsorten der Euro 08 werden die Kirchen mit je eigenen Projekten präsent sein. Zude m werden gemeinsame binationale Aktionen durchgeführt.

Ökumenische Steuerungsgruppe für Österreich
Zur Vorbereitung der kirchlichen Begleitung der Euro '08 hat sich eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus den evangelischen Kirchen und der katholischen Kirche - sie sind zugleich vom Ökumenischen Rat der Kirchen entsandt - und Vertretern der Österreichischen Evangelischen Allianz gebildet.
Die Steuerungsgruppe koordiniert geplante Initiativen, besonders zwischen "Kickoff 2008", einer Initiative der Österreichischen Evangelischen Allianz und "Kirche 08", der Vorbereitungsarbeit der Kirchen des Ökumenischen Rates in Österreich.
"Es ist das erste Mal in Österreich, dass Christinnen und Christen aus Kirchen und Freikirchen in dieser Breite und zusammen arbeiten. Damit wollen wir ein Zeichen setzen für den Teamgeist, den wir diesem Ereignis, der EURO ´08 wünschen!"

Projekt "Kirche 08" www.kirche08.eu (online ab Mitte Dezember 2007)

ÖFB Präsident DI Friedrich Stickler dazu: "Es ist eine gute Sache, dass sich auch die christlichen Kirchen an der EURO beteiligen und dieses friedliche Fest der Völker unterstützen. Unser Land steht 2008 - gemeinsam mit unseren Schweizer Nachbarn - im Mittelpunkt einer weltweiten Berichterstattung, noch nie dagewesenen Ausmaßes. Dabei wollen wir unser Land von der besten Seite zeigen und auch unsere kulturellen und spirituellen Wurzeln medial transportieren.

Gemeinsam wird es uns gelingen Österreich nicht nur als ein großes Sportland, sondern auch als Land mit einer unvergleichlichen Gastfreundschaft zu präsentieren."

Kardinal Dr. Christoph Schönborn
Erzbischof von Wien, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz

"Im kommenden Jahr wird von 7. bis 29. Juni die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz stattfinden. Millionen Menschen werden bei uns zu Gast sein oder die Spiele über die Medien mitverfolgen. Fußball, 'die wichtigste Nebensache der Welt", wird im kommenden Jahr in Österreich ein zentrales Thema sein.

Die Europameisterschaft ist ein Sportereignis von herausragender Bedeutung. Aber sie ist mehr als das, sie ist eine Chance der Begegnung zwischen der Jugend der Völker.

Die christlichen Kirchen in beiden Ländern werden mit besonderen Aktionen für friedliche und fröhliche Spiele eintreten. Fußball verbindet nicht nur Völker, er verbindet auch Christen. Ich freue mich, dass Christen aus zwei Ländern und allen konfessionellen "Lagern" gemeinsam ein gesellschaftliches Großereignis begleiten.

Die Christen sind dabei keine "Trittbrettfahrer". Sie freuen sich vielmehr mit den Sportbegeisterten - und verwirklichen damit ein Anliegen, das einprägsam vom Zweiten Vatikanischen Konzil formuliert wurde: "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihrem Herzen seinen Widerhall fände".

Mit dem Engagement der Christen für die Europameisterschaft geht es darum, den Menschen Christus zu zeigen. Es soll deutlich werden, wie viel die Freude der Menschen mit Gott zu tun hat, wie viel Glaube und Sport gemeinsam haben. Glaube und Fußball, beides erfordert ein eingespieltes Team, wo jeder "Mitspieler" auf das gemeinsame Ziel schaut, wo einer für den anderen zu laufen bereit ist, wo es Kampfgeist, aber auch Fairness gibt.

Die Erzdiözese Wien hat einen eigenen Seelsorger für die Europameisterschaft berufen: Christoph Pelczar, Pfarrer von Weikendorf im Weinviertel, "spiritueller Trainer" beim SK Rapid und profunder Fußball-Kenner.

Ich freue mich mit allen, die am Sport interessiert sind, auf die Europameisterschaft 2008."


Fußball und Kirche

1. Fußball ist eine Form des Spieles. Zum Spiel gehört die Freiheit von fremden Zwecken, Fantasie und Freude an der Sache.

2. Im Spiel erfährt der Mensch seine Körperlichkeit: Schönheit, Kraft und Beweglichkeit und das Zusammenspiel alle Sinne. Das lässt Befriedigung und Glück erfahren.
Viele Sportarten geschehen in Gemeinschaft, im Team. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Charaktere, die gegenseitige Herausforderung und der Ausgleich von Schwächen und Stärken sind ein ausgezeichnetes Übungsfeld für soziales Verhalten. Hierin liegt auch die große pädagogische Bedeutung des Sports.
Sport ist häufig ein Kampfsport. Man misst seine Technik, sein Können, seine Reaktionsfähigkeit an einem Gegner. Hier kommt das Fair-Play zum Tragen, die Kunst, den Kampf regelgerecht zu führen und die Grenze zwischen Spiel und Ernst einzuhalten.

3. Der christliche Glaube begründet und stärkt diese Seiten des Sports: In dem Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer sagen wir Dank für unsere Leiblichkeit und achten für uns selber, aber auch für die Mitspieler und ebenso für die Gegner darauf, die Würde und Unversehrtheit des Körpers zu bewahren.
Gemeinschaft ist die Grundform christlicher Existenz; in der Jesusgeschichte und durch die Verkündigung des Evangeliums erfahren wir uns als von Gott angenommen und geliebt. Das sportliche Zusammenspiel wie auch der Wettkampf sind ausgezeichnete Gelegenheiten, diese Liebe in Form von Respekt, Fair-Play und Nachsicht bei Fehlern umzusetzen und so zur Erfahrung des Angenommen -seins, zur Stärkung des Selbstwertes und damit zu Verständigung und Frieden beizutragen. Diese verbindende Kraft des Sports wird besonders zwischen Völkern und Kulturen sichtbar und wirksam.
Der sportliche Wettkampf legt die eigene Leistungsfähigkeit und die der Konkurrenten offen und spornt zur Steigerung dieser Fähigkeiten an. Dieses Wachsen an körperlichen, geistigen und seelischen Kräften ist ein Beitrag zum Reichtum und zur Vielfalt des Lebens.

4. Der christliche Glaube sieht auch die Gefahren des Sports und tritt ihnen entgegen durch Wachsamkeit, Hilfeleistung und Widerspruch. Wenn der Körper überanstrengt, durch Doping vergiftet oder im Kampf beschädigt wird, dann wird die Ebene des freien Spieles verlassen und der Mensch einem anderen Zweck geopfert. Das gleiche gilt für die besondere Verherrlichung der Sieger bzw. die Hervorhebung eines Vereins oder Landes unter Herabwürdigung seiner Gegner. Die hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung, die der Sport gewonnen hat, macht die Einhaltung der Grenze zwischen Spiel und Missbrauch schwierig, aber umso dringlicher.

5. Die Kirchen bemühen sich, durch Aufklärung, Bildung und Förderung des fairen Spiels, sowie durch Widerspruch gegen Missbrauch und Menschenverachtung, dass der Sport seinen besonderen Wert behält: Freies Spiel freier Menschen in Dankbarkeit für Körper und Geist.
Bischof Mag. Herwig Sturm



I. Struktur der Vorbereitungsarbeiten

1. Länderübergreifende ökumenische Arbeitsgruppe Schweiz-Österreich
Entsprechend der zweistaatlichen Ausrichtung und Durchführung der Euro '08 in Österreich und der Schweiz gibt es auf kirchlicher Ebene eine binationale Arbeitsgruppe. Österreich wird in dieser Arbeitsgruppe durch die Beauftragten der Österreichischen Bischofskonferenz Willi Viehböck (Pastoralamtsleiter der Diözese Linz) und Michael Scharf (Pastoralamtsleiter der Erzdiözese Wien) sowie den Beauftragten der Evangelischen Kirche Horst Lattinger für den Oberkirchenrat A.u.H.B und Marco Uschmann vertreten. Für die Schweiz sitzen Vertreter der evangelischen Landeskirchen, der reformierten Kirche und der katholischen Kirche in dieser Gruppe. Diese Arbeitsgruppe zeichnet für das Logo "Kirche08", die gemeinsame Homepage "www.kirche08.eu" und weitere binationale Projekte verantwortlich.

2. Ökumenische Steuerungsgruppe für Österreich
Unter Leitung des Vorsitzenden des ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich,
Bischof Herwig Sturm, hat sich eine Steuerungsgruppe für Österreich mit Vertretern aus den evangelischen Kirchen und der katholischen Kirche - sie sind zugleich vom Ökumenischen Rat der Kirchen entsandt - und Vertretern der Österreichischen Evangelischen Allianz gebildet.
In der Steuerungsgruppe geht es hauptsächlich um Austausch und Koordination geplanter Initiativen, besonders zwischen "Kickoff 2008", einer Initiative der Österreichischen Evangelischen Allianz und "Kirche08", der Vorbereitungsarbeit der Kirchen des Ökumenischen Rates in Österreich.

"Es ist das erste Mal in Österreich, dass Christinnen und Christen aus Kirchen und Freikirchen in dieser Breite und zusammen arbeiten. Damit wollen wir ein Zeichen setzen für den Teamgeist, den wir diesem Ereignis, der EURO ´08 wünschen!"

3. Diözesanebene
Jeder Austragungsort ist für eigene Projekte verantwortlich. In den Spielstädten gibt es jeweils Beauftrage:
Innsbruck: Oliver Binder, Klagenfurt: Rainer Gottas, Salzburg: Jörg Hiltner, Wien: Matthias Geist


II. Projekte

  • Das gemeinsame Logo "Kirche08. Am Ball - seit 2008 Jahren" steht seit November 2007 zur Verfügung.
  • Website: www.kirche08.eu Mitte Dezember 2007 geht die Website online: Länderübergreifende, nationale und lokale Projekte können unter www.kirche08.eu eingegeben und veröffentlicht werden.
  • "Fan-Schal" Ein mit dem "Kirche08"-Logo bedruckter Schal soll an allen acht Austragungsorten der Euro für ein gemeinsames Erscheinungsbild der kirchlichen Angebote sorgen.
  • Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst in Basel als Eurovisionsgottesdienst vor dem Eröffnungsspiel in Basel.
  • Ökumenischer Abschlussgottesdienst in Wien am 28. Juni 2008 gemeinsam mit dem ÖFB als Auftakt für ein "Fest des Glaubens".
  • Ökumenisches "Werkheft" mit Anregungen für (Kinder-)Gottesdienstgestaltung, Konfirmations-, Firm- und Jugendgruppenstunden sowie Unterrichtseinheiten für den Religionsunterricht in allen Schulstufen. Die Materialien stehen auch im Download-Bereich der Website ww.kirche08.eu zur Verfügung.
  • Länderspiel der Pfarrer-Nationalmannschaften Österreich-Schweiz
  • Kerzenprojekt
  • Präsenz auf den Fanmeilen
  • Präsenz in "Welcome"-Broschüren
  • Pfarrliche "Public Viewings"


    Foto v.l.n.r.: Kurt Ehrenberger (Präsident Wiener Landesfußballverband), Weihbischof Franz Lackner, ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, Bischof Herwig Sturm, Frank Hinkelmann (Evangelische Allianz), Michael Scharf (Kirche08, Pastoralamtsleiter Erzdiözese Wien)