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SKN St. Pölten holt ÖFB Ladies Cup!

Finalerfolg gegen NÖSV Neulengbach

SKN St. Pölten holt ÖFB Ladies Cup! - Finalerfolg gegen NÖSV Neulengbach

Die SKN St. Pölten Frauen krönen sich mit einem 5:0-Finalerfolg gegen NÖSV Neulengbach zu den Siegerinnen im ÖFB Ladies Cup 2016/17. Es ist der 5. Cup-Titel und das dritte Double in Folge für die Niederösterreicherinnen.

Die Neulengbacherinnen konnten das Spiel in der ersten Halbzeit gegen die favorisierten frischgebackenen Meisterinnen noch offen gestalten. NÖSV-Schlussfrau Katharina Lichtenberger parierte in der Anfangsphase einen Elfmeter von Fanny Vago. Nach einer knappen halben Stunde brachte Mateja Zver die St. Pöltnerinnen mit 1:0 in Front.

Nach Seitenwechsel erhöhte Spielertrainerin Fanny Vago auf 2:0 für den SKN. In der 80. Minute machte Viktoria Pinther mit dem 3:0 vor über 500 Zuschauern in Melk alles klar. Die ÖFB-Teamspielerin legte noch einen Treffer zum 4:0 nach, ehe Mateja Zver mit dem 5:0 den Schlusspunkt setzte (89.).

SKN-Kapitänin Jasmin Eder: “Das Spiel war großteils sehr ausgeglichen, wir haben von Beginn an  Akzente setzen können. Nach dem vergebenen Elfmeter haben wir ein paar Minuten gebraucht, aber wir haben es gut weggesteckt. Uns hat geholfen, dass wir einige routinierte Spielerinnen in unseren Reihen haben und in den entscheidenden Momenten da waren. Titel zu gewinnen wird nie langweilig und wir freuen uns sehr.“

Die zweifache Torschützin Viktoria Pinther: „Es ist unglaublich, da gibt es nicht mehr dazu zu sagen, es war ein sehr gutes Spiel. Nach dem 3. und 4. Tor haben wir weiter offensiv gespielt. Wir wollen immer mehr, hören nie auf, wollen immer das nächste Tor erzielen. Wir waren konsequenter, haben unsere Chancen genutzt. Die Saison ist super gelaufen, wir haben alles erreicht, was wir wollten.“

Katharina Aufhauser (NÖSV Neulengbach): „Aus meiner Sicht ist das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen. Wir haben alles probiert, wollten das Tor schießen, uns für den Einsatz belohnen. Wir haben für so ein Spiel aber zu viele leichte Fehler gemacht, uns die Tore selbst geschossen. Es hat heute nicht sein wollen. Wir hätten uns für den Einsatz belohnen müssen. Vor allem in der 1. Halbzeit haben wir das umgesetzt,  dass wir uns taktisch vorgenommen haben. Nach dem 3:0 haben wir alles nach vorne geworfen um noch ein Tor zu erzielen.“

Sarah Wronski (Neulengbach-Kapitänin): „Wir sind extrem enttäuscht, haben in den ersten 50 Minuten gut dagegen gehalten. Nach dem 2:0 sind wir vor allem mental weggebrochen. Das Ergebnis ist zu hoch, wir haben aber viele indviduelle Fehler gemacht. Jeder, der spielt, trägt eine gewisse Verantwortung, da sind individuelle Fehler doppelt bitter. In so einem Spiel ist es aber egal wie viele Tore fallen. Es spielt keine Rolle, ob man 1:0 oder 5:0 verliert. Wir können aber mit der gesamten Saison sehr zufrieden und stolz sein.“

SKN St. Pölten Frauen – NÖSV Neulengbach 5:0 (1:0)
Schuberth Stadion Melk, 515 Zuschauer
SR Marina Aufschnaiter

Tore: Zver (29., 89.), Vago (48.), Pinther (80., 87.)

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Am Samstag, 20. Mai um 18.00 Uhr werden die Siegerinnen im ÖFB Ladies Cup 2017 ermittelt. Das Finale zwischen SKN St. Pölten Frauen und NÖSV Neulengbach wird in ORF Sport+ live aus Melk übertragen.

Im Rahmen eines Medientermins boten sich Einblicke in die Vorbereitung auf das große Finale in Melk.

Bgm. Johann Gartner, Präsident des NÖFV und Vorsitzender Mädchen- und Frauenfußball, freut sich über die Entwicklung im Frauenfußball: „Der moderne Frauenfußball ist ein tolles Spiel. Der Zuspruch wird immer mehr und immer größer. Es freut mich, dass wir von den Medien schon wesentlich mehr wahrgenommen werden. Durch die Qualifikation des Frauen-Nationalteams zur UEFA Women’s EURO haben wir erneut die Möglichkeit, uns zu präsentieren. Wir haben aber in einigen Bereichen noch Aufholbedarf. Derzeit läuft eine Erhebung und wir arbeiten im ÖFB an einem Projekt im Mädchen- und Frauenfußball, damit wir noch mehr Spielerinnen, Schiedsrichterinnen und Trainerinnen für den Frauenfußball gewinnen können.“ Neben den Erfolgen des Frauen-Nationalteams trägt auch der ÖFB Ladies Cup seinen Teil zum derzeitigen Aufschwung bei: „Der ÖFB Ladies Cup ist ein interessanter Bewerb, in dem in einem Spiel die Entscheidung herbeigeführt werden muss. Es besteht für den Außenseiter immer die Chance, in einem Spiel die vermeintlich bessere Mannschaft herauszufordern.“

Durch eine Ticketaktion des NÖFV sind Freunde des Frauenfußballs um €1,00 dabei. Es sind alle herzlich dazu eingeladen ins Schuberth Stadion nach Melk zu kommen,“
freut sich der Präsident des NÖFV auf ein tolles Ladies Cup Finale.

Die Rollen zwischen den beiden Final-Vereinen sind scheinbar klar verteilt. SKN St. Pölten Frauen geht als Titelverteidiger und frisch gebackener Meister der ÖFB Frauen Bundesliga in die Partie, während sich der NÖSV Neulengbach mit einer sehr jungen Mannschaft über die Meisterschaft ebenfalls einen Platz im internationalen Geschäft sichern konnte.

Wilfried Schmaus, Präsident SKN St. Pölten Frauen, sieht nach dem Gewinn der Meisterschaft kein Motivationsproblem vor dem Spiel am Samstag: „Ich glaube nicht, dass es im Sport Sättigung gibt. Man möchte immer Titel gewinnen und das ist auch am Samstag unser Ziel.“

Alexander Achterberg, Leiter Frauenfußball NÖSV Neulengbach, verspricht einen tollen Fight seines Teams am Samstag: „Unsere Mannschaft ist voll motiviert, wir haben eine ganz junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 19,5 Jahren. Die Spielerinnen sind mit vollem Herzen und Engagement dabei. Die Zuschauer werden beim Spiel am Samstag schon einiges erleben können. Mit etwas Glück können wir dieses Spiel gewinnen.“

Liese Brancao, Sportliche Leiterin SKN St. Pölten, zu der Besonderheit eines Cup-Spieles: „Der Cup ist im Vergleich zu Meisterschaft etwas anderes. Die Chancen stehen 50:50. Es ist super, dass wir schon die Meisterschaft gewonnen haben, jetzt steht das Cup-Endspiel bevor, es ist ein neues Ziel. Am Ende der Saison ist es normal, dass ein paar Spielerinnen angeschlagen sind, aber wir sind bereit für das Finaleam Samstag.“


Thomas Richter, Trainer NÖSV Neulengbach blickt positiv auf Samstag: „Wir haben noch zwei, drei Fragezeichen - Valentina Schwarzlmüller, Julia Hickelsberger und Sarah Wronski sind ein wenig angeschlagen, aber wir sind zuversichtlich. Es sollten bis Samstag soweit alle fit und einsatzfähig sein. Wir sind beim Finale der Außenseiter, St. Pölten geht als Favorit in die Partie. Wir werden aber alles in die Waagschale werfen und unser Bestes geben. Als Underdog geht es sich weitaus befreiter ins Spiel. Im Cup zählen keine Tabellen. Wir werden uns mit Freude und  Einsatzbereitschaft dagegen stellen und wenn der Spielverlauf seines dazu beiträgt, ist immer alles möglich. Ich bin total stolz auf die Mannschaft. Wir haben ein tolles Team mit sehr vielen jungen Akademiespielerinnen, die top ausgebildet sind. Für mich ist es als Trainer ein Privileg, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Hoffentlich kann sich meine Mannschaft für diese tolle Saison belohnen.“

Jasmin Eder, Kapitänin des SKN St. Pölten Frauen, strebt mit ihrer Mannschaft den nächsten Titelgewinn an: „Es liegt in der Natur jedes Sportlers, dass man erfolgreich sein und Titel gewinnen will. Wir werden unser Bestes geben, um den Pokal wieder nach St. Pölten zu holen.“

Sarah Wronski, Kapitänin des NÖSV Neulengbach, sieht die Rollen klar verteilt: „Wir rechnen uns Chancen aus, wissen aber, dass wir als Underdog ins Spiel gehen. In den letzten Begegnungen hat man gesehen, dass wir eine Chance gegen den SKN haben. Der Druck zu gewinnen liegt bei ihnen."

Thomas Formann, Obmann des SC Zwölferreisen Melk, zeigt sich ebenfalls erfreut, mit seinem Verein erneut Ausrichter des ÖFB Ladies Cup Finales zu sein: „Herzlichen Dank an den ÖFB, dass wir das Ladies Cup Finale wieder nach Melk bekommen haben. Wir lernen mit jedem ÖFB-Spiel weiter, unser Team ist gut für Samstag gerüstet. Dafür bereits vorab einen herzlichen Dank an mein Team. Unser Minimalziel sind 500 Zuschauer, nach oben hin sind aber keine Grenzen gesetzt. Wir sind für ein Fußballfest gerüstet.“

„Ich darf auch einen herzlichen Dank an den veranstaltenden Verein aussprechen. Der SC Zwölferreisen Melk hat sich bei vier ÖFB-Spielen in der Vergangenheit schon bewährt",
betonte Johann Gartner beim Medientermin in der NV Arena St. Pölten.

 

ÖFB Ladies Cup Finale

SKN St. Pölten Frauen – NÖSV Neulengbach

20. Mai 2017, 18.00 Uhr, Schuberth Stadion, Melk

LIVE in ORF Sport+


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