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Spielbericht
Mit einem „Blitztor“ gingen Österreichs Frauen bereits in der 4. Minute beim freundschaftlichen Länderspiel in Santiago de Compostela mit 1:0 in Führung. Lisa Makas (ASV Spratzern) schoss scharf auf das gegnerische Gehäuse, die Torhüterin konnte den Ball nur abklatschen und Heike Manhart (FC Südburgenland) drückte die Kugel übe die Linie. Teamchef Dominik Thalhammer hatte seine Schützlinge bestens auf die Gastgeberinnen eingestellt und mit einem 4-1-4-1 System überrascht.
Leider wurde Torschützin Manhart in der 20. Minute verletzt, für sie kam die lange verletzte Bayern München-Legionärin Sarah Puntigam zum Einsatz.
Bis zur 60. Minute hielt die Führung der Gäste, „wir näherten uns einer kleinen Sensation, aber letztendlich setzte sich die höhere Klasse Spaniens durch“, blieb Teamchef Thalhammer realistisch.
Innerhalb von 8 Minuten „drehte“ Spanien den 0:1-Rückstand in eine 3:1-Führung und kam in der Nachspielzeit sogar noch zum 4:1-Erfolg.
„Wir haben 60 Minuten sehr gut mitgehalten, dann ließ aber auch die Konzentration nach, weil wir auf unseren bisher stärksten Gegner trafen. Ich war mit dem gesamten Team über weite Strecken zufrieden, die Legionärinnen Carina Wenninger und Laura Feiersinger brachten noch zusätzlich ihre Bundesligaerfahrung ins Spiel. Sarah Puntigam gehört zum engsten Kreis des Teams, deshalb habe ich auch auf ihre Spielstärke gesetzt und sie hat mein Vertrauen gerechtfertigt. Wegen Verletzung fehlten diesmal Daniela Tasch und Viktoria Schnaderbeck.
Die Spanierinnen duellieren sich nicht umsonst mit Europameister Deutschland um die Tabellenspitze in der Qualifikationsgruppe 2, „merkte der Teamchef an. „ Seit einigen Jahren beschreitet Spanien den Weg zum Halb-und Vollprofessionalismus im Frauenfußball, die Gegnerinnen beeindruckten durch individuelle Ballsicherheit, herausragende Technik und exzellentes Teamwork. Gegen eine derart dominierende Elf nur defensiv zu agieren, wäre falsch, deshalb haben wir versucht, unseren Ballbesitz zu steigern. Das lehrreiche Spiel hat uns allen gezeigt, wo wir uns noch verbessern müssen und wie die Spielerinnen schon vor der Ballannahme in der Bewegung ohne Ball Optionen erkennen sollen.
Das Länderspiel bildete ein Segment des sehr positiven Gesamt-Lehrganges, der die Verbesserung der Ballsicherheit als Schwerpunkt aufwies. Wir fanden hervorragende Bedingungen vor und werden weiter intensiv daran arbeiten, den Abstand zu den Spitzenteams zu verringern. Nur Matches gegen derart starke Gegnerinnen werden uns dabei helfen.“
Österreich spielte in Santiago de Compostela mit :
Pfeiler - Gröbner (46. Entner), Höller, Wenninger, Hanschitz - Prohaska - Feiersinger, Eder (83.Rappold), Manhart (20. Puntigam), Makas (46. Trödthandl) - Burger (75. Gstöttner) an.
Tor: Heike Manhart (4. Minute).
2500 Zuschauer.
Autor: Dr. Helmut Pichler







ÖFB-SAMSUNG-CUP Finale
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